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Jugendschutz geht uns alle an 

Gesamtgesellschaftliche Verantwortung erforderlich

   

Hervorragende Arbeit attestiert der Leiter der Polizeidirektion Friedrichshafen, Karl-Heinz Wolfsturm, den Häflern Narrenzünften für ihre in den vergangenen Jahren gezeigten Bemühungen zur Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen  sowie eines störungsfreien Ablaufs bei Fasnetsveranstaltungen. Mit einer Fülle von gemeinsam erarbeiteten Maßnahmen war es den Veranstaltern und der Polizei gelungen, oftmals gerade durch alkoholisierte Jugendliche angezettelte tätliche Auseinandersetzungen zu verhindern und den unkontrollierten Konsum von Alkohol durch Minderjährige zu unterbinden. Hierzu gehören z.B. die Einhaltung gesetzlicher  Regelungen zur Altersbeschränkung durch Einlasskontrollen sowie die Abgabe alkoholischer Getränke, die im Jugendschutz eindeutig festgelegt sind. Davon, dass diese Maßnahmen von den Veranstaltern ernst genommen und erfolgreich umgesetzt wurden, konnten sich speziell geschulte Jugendschutzteams der Polizei bei ihren Kontrollen in der Vergangenheit regelmäßig überzeugen. Nur wenigen Minderjährigen war es dank dieser Maßnahmen in den vergangen Jahren noch gelungen, sich Zutritt zu Veranstaltungen zu verschaffen oder sich dort unkontrolliertem Alkoholkonsum hinzugeben.

 

Da Alkoholmissbrauch durch Jugendliche  und den damit einhergehenden Störungen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung kein spezifisches „Fasnetsproblem“ darstellt, fanden diese mittlerweile bewährten Maßnahmen zur Einhaltung des Jugendschutzes nun auch in dem Ende Oktober vom Kreistag des Bodenseekreises verabschiedeten Positionspapiers „Jugendschutz geht uns alle an“ die logische und konsequente Fortsetzung. „Verantwortung für den Jugendschutz beginnt bereits im Elternhaus und nicht erst in Verkaufsstellen für Alkohol oder bei öffentlichen Veranstaltungen“, so Wolfsturm.  Leider muss die Polizei bei festgestellten Verstößen gegen jugendschutzrechtliche Bestimmungen regelmäßig feststellen, dass die Erziehungsberechtigen oftmals über die geltenden Regelungen nicht ausreichend informiert sind, dem teilweise hemmungslosen Treiben ihrer Sprösslinge tatenlos zusehen oder ihren Alkoholmissbrauch gar dulden. „Unser Ziel ist es“ so Karl-Heinz Wolfsturm weiter, „das Bewusstsein für die Folgen von Alkoholmissbrauch durch Minderjährige in allen Schichten unserer Gesellschaft zu schärfen und gemeinsam dagegen vorzugehen“. Vereinzelt geäußerte Bedenken der Veranstalter, dass die konsequente Durchsetzung jugendschutzrechtlicher Bestimmungen zu einem Umsatzrückgang führen könnten, teilt Wolfsturm nicht. Er weist auch darauf hin, dass inzwischen öfters gerade die Veranstaltungen besser besucht werden, bei denen die Verantwortlichen nicht zuletzt wegen ihrer Kontrollmaßnahmen zu einem friedlichen und damit störungsfreien Ablauf beigetragen haben.