Mit hohem Personaleinsatz haben die Polizei, die Freiwillige Feuerwehr Friedrichshafen sowie die Schnelle Eingreiftruppe des Deutschen Roten Kreuzes am Montagnachmittag das Bodensee-Center in Friedrichshafen durchsucht, nachdem ein Unbekannter zuvor per SMS-Fax angekündigt hatte, dass dort um 20.00 Uhr ein Sprengsatz detonieren würde. Nachdem mit den Betreibern von allen dort untergebrachten Einkaufsmärkten, Ladengeschäften und Lokalen die frühzeitige Räumung des gesamten Centers vereinbart worden war, begannen die Einsatzkräfte gegen 17.00 Uhr mit der umfangreichen Durchsuchung des gesamten Areals und sämtlicher Gebäude. Hierzu kamen auch Beamte der Bereitschaftspolizei Biberach sowie mehrere Sprengstoffsuchhunde zum Einsatz. Nachdem bis 20.30 Uhr kein schädigendes Ereignis eintrat, gab die Polizei das Bodensee-Center wieder frei.
Wie die bisherigen Ermittlungen der Kriminalpolizei ergeben haben, war die Mitteilung per SMS-Fax am Montagvormittag um 10.16 Uhr aus dem öffentlichen Fernsprecher vor dem Anwesen Tettnanger Straße 361 in Ravensburg-Oberhofen an das Bayerische Landeskriminalamt in München versandt worden. Möglicherweise handelte es sich hierbei um ein und denselben Täter, der bereits am 17. und 18. Dezember aus zwei öffentlichen Fernsprechern in Meckenbeuren und Tettnang-Laimnau (Bodenseekreis) jeweils per SMS-Fax Bombendrohungen versandte.
In diesem Zusammenhang werden Personen, die Verdächtiges bei der Telefonzelle in Oberhofen oder beim Bodensee-Center in Friedrichshafen beobachtet haben, gebeten, sich mit der Kriminalpolizei Friedrichshafen, Tel. 07541/7010, in Verbindung zu setzen.
Für Hinweise, die zur Ermittlung oder Ergreifung des Täters führen, hat die Staatsanwaltschaft Ravensburg eine Belohnung in Höhe von 2500 Euro ausgesetzt.