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Verkehrserziehung in der "REGIO BODENSEE" 

Erfolgreiche Auftaktveranstaltung für mehr Verkehrssicherheit

 

Start für einen  länderübergreifenden Informationsaustausch und  eine Netzwerkbildung für  die Verkehrserziehung in der Region Bodensee war eine grenzüberschreitende Fachveranstaltung zum Thema Verkehrserziehung in Bregenz. Mit federführend an dieser Tagung war die Polizeidirektion Friedrichshafen, die schon seit mehreren Jahren eine länderübergreifende Kooperation im Bereich der Verkehrsprävention praktiziert.

Auf Initiative von Peter Steurer, Verkehrsreferent des Landes Vorarlberg und Martin Pfanner, Leiter des KfV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) wurde die erste grenzüberschreitende Fachveranstaltung „Verkehrserziehung in der REGIO BODENSEE“ durchgeführt. 

Es trafen sich rund 100 Polizeibeamte, Verkehrserzieher und Vertreter von Verkehrssicherheitseinrichtungen aus ganz Vorarlberg, Graubünden, St.Gallen, Bayern, Liechtenstein und Baden-Württemberg. Die internationalen Teilnehmer zeigten sich von der Idee und der Auftaktveranstaltung sichtlich begeistert.

„Diese Veranstaltung soll der Start für einen länderübergreifenden Informationsaustausch zum Thema Verkehrserziehung und Verkehrssicherheit sein. Gemeinsam wollen wir heute damit beginnen, ein Netzwerk aufzubauen und anhand von „Best-Practice“-Beispielen voneinander lernen.“ erläuterte Martin Pfanner vom KfV.

Laut dem Vorarlberger Landesrat Karlheinz Rüdisser war die Veranstaltung von besonderer Bedeutung für die Zusammenführung des Wissens über die Verkehrserziehung in unserer Region. „Die grenzüberschreitende Mobilität im Bodenseeraum gewinnt immer mehr an Bedeutung, insbesondere bei den Jugendlichen. Deshalb ist eine länderübergreifende Zusammenarbeit und die Realisierung von gemeinsamen Projekten wichtig“, so Rüdisser.

Harald Müller, zuständig bei der Polizeidirektion Friedrichshafen für Verkehrsprävention, präsentierte die in Baden Württemberg bestehende, landesweite Verkehrsaufklärungsaktion GIB ACHT IM VERKEHR und erläuterte die Struktur der polizeilichen Verkehrsprävention in Baden-Württemberg und im Besonderen die Verkehrserziehungsarbeit und polizeiliche Radfahrausbildung im Bodenseekreis.

Armin Näf (Kanton St. Gallen) und Werner Thoma aus Bayern referierten zum Thema Fahrradprüfung, da die gesetzlichen Voraussetzungen zur Teilnahme am Straßenverkehr als junger Radfahrer in den einzelnen Ländern recht unterschiedlich sind. Eine interessante Verkehrserziehungsmaßnahme erörterte hierbei Armin Näf, der 10 bis 15-jährige Verkehrssünder am Samstagvormittag „nachsitzen und Verkehrsregeln pauken“ lässt, anstatt Strafe einzuheben.

Mario Büchel, Sicherheitschef in Liechtenstein, präsentierte die Strukturen der Verkehrspolizei im Fürstentum und ihre aktuellen Verkehrssicherheitsprogramme. Rene Bonderer berichtete über die neuen Aktivitäten rund um die Verkehrsberatung von Jugendlichen in Chur/Graubünden. Joachim Arnold von der Prassbergschule Wangen stellte eine aktuelle Evaluierungsstudie über die Verkehrserziehung von Jugendlichen vor und bereitete so den idealen Übergang zum Vortrag „AdRisk - Risikoverhalten von Jugendlichen“.

Der abschließende Vortrag war ein interessantes Impulsreferat des KfV, bei dem das erfolgreiche EU-Projekt „AdRisk – Split the risk“ vorgestellt wurde. Unfälle sind die häufigste Todesursache junger Menschen. Hauptursache für die hohe Verletzungsrate Jugendlicher ist die erhöhte Bereitschaft, Risiken einzugehen. Ziel des AdRisk-Projektes ist es, dass Jugendliche persönliche Risikokompetenz entwickeln, um Risiken und Gefahren besser ab- und einschätzen zu können. Die Botschaft lautet: „Es mach Spaß, ein Risiko einzugehen – besser man geht dabei auf Nummer sicher.“

Im Anschluss an die Kurzreferate konnten sich die Teilnehmer an Moped- und Fahrradsimulatoren betätigen und sich an  den Informationsständen der beteiligten Länder austauschen.

 

Polizeihauptkommissar Harald Müller von der Polizeidirektion Friedrichshafen erläutert die Struktur der polizeilichen Verkehrsprävention in Baden-Württemberg und im Besonderen die Verkehrserziehungsarbeit sowie die polizeiliche Radfahrausbildung im Bodenseekreis 

 

 

Internationale Refereten

von links: Martin Pfanner (Kuratiorim für Verkehrssicherheit Vorarlberg), Harald Müller (Polizeidirektion Friedrichshafen), Rene Bonderer(Polizei Chur/Graubünden), Werner Thoma (Polizeipräsidium Schwaben Süd/West), Karlheinz Rüdisser (Landesrat der Vorarlberger Landesregierung), Armin Näf (Kantonspolizei St. Gallen), Mario Büchel (Polizei Fürstentum Lichtenstein), Peter Sturer (Verkehrsreferent des Landes Vorarlberg)

 

Informationsstand der Polizeidirektion Friedrichshafen

 

Blick auf die Tagungsteilnehmer im Montfortsaalim Landhaus Bregenz, Amt der Voralberger Landesregierung