Der Verkehrssicherheitsrat (VSR) Bodenseekreis setzt die Plakatserie „Runter vom Gas“ fort
Bereits im vergangenen Jahr hat die Polizeidirektion Friedrichshafen in Kooperation mit dem Verkehrssicherheitsrat Bodenseekreis Kontakt mit dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) aufgenommen, um die bundesweite Kampagne „Runter vom Gas“ nicht nur auf Bundesautobahnen, sondern auch auf den Unfallschwerpunktstrecken im Bodenseekreis plakativ zu übernehmen.
Rechtzeitig zu Beginn des Osterreiseverkehrs 2009 wurde diese emotionale Plakataktion der Presse bzw. der Öffentlichkeit von Herrn Landrat Lothar Wölfle und dem Leiter der Polizeidirektion Friedrichshafen, Herrn Kriminaldirektor Karl-Heinz Wolfsturm in Anwesenheit der Mitglieder des Verkehrssicherheitsrats Bodenseekreis vorgestellt. Darauf waren sorglose und glückliche Momentaufnahmen von Menschen zu sehen, die im krassen Widerspruch zur stilisierten Todesanzeige und dem damit verbundenen unendlichen Leid, der Trauer und auch Ohnmächtigkeit stehen. Insgesamt wurden 9 Plakatstandorte an der B 30, B31, B 33, L 329 und L 333 eingerichtet (siehe Internet-Bericht vom 20.04.2009). Zusätzlich wurden auch Brückenbanner zur Aktion an der B 31 und B 467 angebracht.
Diese Aktion wurde nun bewusst zu Beginn des Sommerreiseverkehrs von Seiten des Verkehrssicherheitsrates Bodensee mit Plakaten der 2. Staffel im Bodenseekreis fortgesetzt, um hier möglichst viele Autofahrer, aber auch deren Mitreisende, anzusprechen. Die aktuellen Motive zeigen Teile von Unfallfahrzeugen. Ein rot gehaltenes Motiv zieht die Aufmerksamkeit auf sich und assoziiert beim Betrachter sofort, um wen es sich bei diesem Unfall handelt. Diese Darstellung zeigt schonungslos das Risiko auf und das damit verbundene unendliche Leid, die Trauer und oft auch die ohnmächtige Wut – sie soll Aufmerksamkeit wecken und nachdenklich machen.
Die Plakatserie wird für ca. 3 Monate aufgestellt.
Zwischenzeitlich beteiligt sich auch das Land Baden-Württemberg mit weiteren Landkreisen an der Aktion „Runter vom Gas“.
Harald Müller
VerkehrsSicherheitsRat
BODENSEEKREIS |
Der Verkehrssicherheitsrat Bodenseekreis besteht seit 1990. Er ist ein Zusammenschluss regionaler Institutionen mit dem Ziel, projektbezogen durch Aufklärung die Verkehrssicherheit zu erhöhen.
Der Verkehrssicherheitsrat Bodenseekreis wurde Ende 1990 auf Anregung der Polizeidirektion Friedrichshafen und des Regierungspräsidiums Tübingen vom Landrat des Bodenseekreises ins Leben gerufen. Dieses Gremium soll in erster Linie die Verkehrsaufklärungs- und -erziehungsarbeit im Landkreis fördern, präventive Maßnahmen koordinieren und damit insgesamt zur Verbesserung der Verkehrssicherheit im Bodenseekreis beitragen. Zielgruppe des Verkehrssicherheitsrates Bodenseekreis sind junge Erwachsene im Straßenverkehr (Fahranfänger im Alter von 18 - 24 Jahren).
Mitglieder des Verkehrssicherheitsrates sind das Landratsamt Bodenseekreis, die Großen Kreisstädte Friedrichshafen und Überlingen, die Polizeidirektion Friedrichshafen, die Straßenbauverwaltung, die Beauftragte für Verkehrserziehung an den Grund-, Haupt- und Realschulen im Bodenseekreis, die Verkehrswachten Bodenseekreis und Linzgau, der ADAC Südbaden, Württemberg und Friedrichshafen, der Autoclub Europa (ACE), der Auto- und Reiseclub Deutschland (ARCD), die Verkehrs-fachschule Markdorf sowie der Kreisverband der Fahrlehrer.
Der Verkehrssicherheitsrat Bodenseekreis ist ein freiwilliger Zusammenschluss. Er verfügt über keine formale Organisationsstruktur und über kein eigenes Personal. Er tagt ca. drei bis vier Mal jährlich bzw. nach Bedarf, meist im Landratsamt Bodenseekreis in Friedrichshafen. Die Geschäftsführung und Koordinierung liegt beim Landratsamt im Verkehrsdezernat. Die einzelnen Projekte und Aktionen des Verkehrssicherheitsrates werden durch das Engagement und die Mittel seiner Mitglieder realisiert, teilweise in Zusammenarbeit und mit Unterstützung privater Personen und Einrichtungen. Ausgaben konnten teilweise auch über Sondermittel des Landkreises finanziert werden.