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Polizei rüstet sich für großen Ansturm zu Tuning World Bodensee 2009 

Verkehrsbehinderung sind zu befürchten

 

Mit umfangreichen Maßnahmen wird die Polizeidirektion Friedrichshafen versuchen, insbesondere der am kommenden Wochenende erwarteten Verkehrslawine zu begegnen. Aufgrund der Erfahrungen in den vergangenen Jahren sowie des verlängerten Wochenendes mit dem Feiertag  rechnet die Polizei mit einem deutlich höheren Verkehrsaufkommen als im Vorjahr. Das in Zusammenarbeit mit der Stadt Friedrichshafen und der Messe erstellte Verkehrskonzept sieht vor, die ankommenden Verkehrsströme frühzeitig auf öffentliche Parkplätze und Industrieparkplätze zu leiten, um von dort die Besucher mit Pendelbussen zur Messe zu bringen. Für Besucher, die aus Richtung Ravensburg anreisen, empfiehlt sich der zwischen der Rotach und der B 31-neu gelegene Parkplatz „P 7“ sowie der Parkplatz der ehem. Firma „Recaro“ beim Flughafen. Darüber hinaus stehen am Freitag und Samstag die Parkplätze bei der ARENA, beim Wellenbad in Ailingen sowie der Parkplatz „P 10“ an der Leutholdstraße zur Verfügung. Sämtliche Parkplätze, an denen auch Polizeibeamte im Einsatz sind, werden durch entsprechende Schilder gekennzeichnet sein. Um aktuell über die Parkplatzkapazitäten unterrichtet zu sein, wird die Polizei am Samstag außerdem einen Hubschrauber sowie täglich 2 Motorradstreifen einsetzen. Trotz dieser personalintensiven Verkehrslenkungs- und Verkehrsregelungsmaßnahmen, die auch ein zeitweiliges Abschalten von Ampeln vorsehen, ist dennoch zu befürchten, dass es durch hohen Urlauber- und Besucherverkehr, insbesondere auf den Bundesstraßen 30 und 31, zu erheblichen Verkehrsbehinderungen kommt.

Ein weiteres Augenmerk der Einsatzkräfte gilt neben den Verstößen gegen zulassungsrechtliche Vorschriften der Verhinderung von schweren Verkehrsunfällen. Durch zielgerichtete Kontrollen an allen vier Messetagen soll verhindert werden, dass Autofahrern mit unerlaubt getunten Fahrzeugen, die eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung darstellen, zum Messegelände an- bzw. abfahren. Die an diesen Kontrollstellen eingesetzten Polizeibeamten, die durch die Bereitschaftspolizei Biberach unterstützt werden, sind speziell geschult und werden besonders gefährliche Fahrzeuge an Ort und Stelle aus dem Verkehr ziehen. Wie bereits im vergangenen Jahr werden bei den Überprüfungen auch Polizeibeamte der Sicherheitsdirektion aus Vorarlberg und der Kantonspolizeien Thurgau und St. Gallen vertreten sein, was durch den Deutsch-Schweizerischen und Deutsch-Österreichischen Polizeivertrag möglich ist.

Geschwindigkeitskontrollen der Stadt Friedrichshafen sollen überdies dazu beitragen, dass Fahrten mit hoher Geschwindigkeit verhindert werden.

Neben den Verstößen gegen zulassungsrechtliche Vorschriften und die zulässige Höchstgeschwindigkeit kam es in der Vergangenheit immer wieder zu illegalen Autorennen, so genannten Burnouts (Drehenlassen der Reifen, bis sie qualmen) und ruhestörenden Lärm durch lautes Umherfahren. Deshalb wird die Polizei im Bereich der Messe, insbesondere im Zusammenhang mit den Abendveranstaltungen, sowie den hiesigen Camping-Plätzen und in der Stadt illegale Autorennen unterbinden und gegen Besucher, die im Übermut und unter Alkoholeinwirkung Auto fahren bzw. ruhestörenden Lärm verursachen, einschreiten. Regelmäßige Alkohol- und Drogenkontrollen zur Nachtzeit sollen schwere Verkehrsunfälle verhindern. Außerdem wird durch konsequentes Einschreiten und Erteilen von Platzverweisen möglichen Auseinandersetzungen entgegengewirkt.