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Massenschlägerei in Überlingen 

Polizei richtet Ermittlungsgruppe ein

 

ÜBERLINGEN

 

Nach den tumultartigen Auseinandersetzungen nach einer Veranstaltung in der Überlinger Innenstadt am vergangenen Wochenende hat die Polizei nun eine Ermittlungsgruppe eingerichtet.

 

Wie berichtet kam es am frühen Sonntagmorgen gegen 03.30 Uhr nach einem Disco-Event in Überlingen in der Klosterstraße zu einem Streit mehrerer Festbesucher. Als die anwesenden Polizeibeamten in die zunehmend aggressiver werdende Auseinandersetzung eingriffen und die Parteien trennen wollten, wurden ein 22-jähriger Festbesucher und ein Polizeibeamter in einen ca. 40 cm-tiefen Brunnen gestoßen. Der Beamte verletzte sich dabei leicht, der 22-Jährige blieb für kurze Zeit bewusstlos liegen.

Im falschen Glauben, die Polizei wäre für die Verletzung des 22-Jährigen verantwortlich, solidarisierten sich die Umstehenden und schlugen und traten auf die mittlerweile Erste-Hilfe leistenden Polizeibeamten und Sicherheitsordner ein.

 

Erst nachdem starke polizeiliche Unterstützung eintraf, konnte die Lage beruhigt werden. Insgesamt wurden bei dem Massentumult, an dem sich nach neuesten Einschätzungen der Polizei etwa 200 Personen beteiligt hatten, drei Polizeibeamte und mindestens zwei Beteiligte verletzt.

 

Zur Aufklärung der Geschehnisse hat die Polizei nun beim Polizeirevier Überlingen eine 7-köpfige Ermittlungsgruppe eingerichtet. Ermittelt wird wegen Landfriedensbruch und weiterer Straftaten.

Das Hauptaugenmerk wird dabei zunächst auf die Identifizierung von Tätern, Zeugen, aber auch weiteren Geschädigten gelegt. Wie so oft nach Taten aus Gruppen heraus, will kaum jemand etwas gesehen oder sich gar daran beteiligt haben. Die Ermittler haben jedoch gesicherte Erkenntnisse, dass noch zahlreiche bislang unbekannte Zeugen das Geschehen beobachtet haben.

Hinweise jeglicher Art zu beteiligten Personen bzw. zum Tatablauf nimmt das Polizeirevier Überlingen unter Telefonnummer 07551/8040 entgegen.