Als gezielte Kampagne stellen sich zwischenzeitlich die Aktivitäten unbekannter Personen heraus, die seit etwa drei Wochen mit ihren Aktionen für große Unruhe an Friedrichshafener Schulen sorgen. Durch die Vermengung unterschiedlicher Sachverhalte sind mittlerweile die wildesten Gerüchte bis hin zu einer bevorstehenden Amoktat im Umlauf und führen zunehmend zu Angst und Besorgnis unter Schüler, Eltern und Lehrern.
Die Polizeidirektion Friedrichshafen stellt hierzu noch einmal Folgendes klar:
Bereits Anfang Februar war von einem Schüler des Berufschulzentrums eine Kritzelei auf einer Schulbank dem Klassenlehrer gemeldet worden, in der ein zunächst unbekannter Täter eine Amokdrohung mit einem bestimmten Datum eingeritzt hatte. Bei den umgehend eingeleiteten und umfangreichen Ermittlungen stießen die polizeilichen Ermittler alsbald auf einen 16-Jährigen, der aus purer Langeweile und jugendlichem Leichtsinn diese Drohung auf die Schulbank gekritzelt hatte. Er hatte in keinster Weise daran gedacht, tatsächlich eine derartige Straftat zu begehen.
Dieser Sachverhalt hat mit dem Verbreiten von DIN A 4-Wunschzetteln mit Inhalten wie „Ich wünsche mir genfreie Nahrung“ oder „Ich wünsche mir eine Übernahme nach der Ausbildung“ und dem Anbringen von mehreren Strohpuppen sowie einer neuerlichen Aktion, bei der Unbekannte in der Nacht zum Freitag im Bereich von mehreren Schulen in Friedrichshafen DIN A 4 Blätter mit fiktiven Todesanzeigen angebracht haben, nichts zu tun. Auf den Blättern wird auf eine Internet-Adresse hingewiesen, auf deren Seiten die Kampagne erläutert wird. Aufgrund der Diktion geht die Polizei davon aus, dass die bisherigen Aktionen noch nicht beendet sind und die Urheber vorhaben, ihre Kampagne fortzusetzen. Da die Aktivitäten dieser Gruppierung und die damit um sich greifenden Gerüchte eine immer größer werdende Eigendynamik entwickeln, werden Personen, die Hinweise zu den Urhebern der bisherigen Aktionen geben können, gebeten, sich mit der Kriminalpolizei Friedrichhafen, Tel. 07541-7010, in Verbindung zu setzen.
Für besorgte Eltern hat die Polizeidirektion Friedrichshafen am Freitag (bis 20.00 Uhr) und Samstag (08.00 - 12.00 Uhr) ein Info-Telefon (07541/701-1033) eingerichtet.