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Gemeinsam Zeichen setzen für Zivilcourage 

Aktion von Stadtverkehr Friedrichshafen, Bodensee-Oberschwaben-Bahn und Polizeidirektion Friedrichshafen

  

                                                                                   

„Was geht´s mich an? Was kann ich schon tun? Gibt es da nicht andere, die für so etwas zuständig sind?“ Mit diesen oder ähnlichen Fragen rechtfertigen sich immer noch viel zu viele Menschen, die Zeuge einer Straftat geworden sind oder jemandem in einer Notsituation beistehen sollten. Genau da setzt die von der Polizeidirektion Friedrichshafen in Zusammenarbeit mit dem Stadtverkehr Friedrichshafen und der Bodensee-Oberschwaben-Bahn initiierte Zivilcourage-Aktion „Weggeschaut – ignoriert – gekniffen“ an. Mit Plakaten, die vom Landeskriminalamt Stuttgart finanziert worden sind, wird ab Januar 2010 ein Jahr lang in Zügen der Bodensee-Oberschwaben-Bahn sowie den Bussen des Stadtverkehrs für Friedrichshafen für die Aktion „Tu-was“ geworben.

 

Hinsehen statt Wegschauen, Engagement statt Ignoranz. Diese Aufforderung ist aktueller denn je.

„Auch im Bodenseekreis ist in den letzten Jahren die Zahl der Körperverletzungen oder anderer Gewaltdelikte im öffentlichen Raum gestiegen. Von 2006 bis 2008 mussten wir im Bereich von Haltestellen, Bahnsteigen oder Schiffsanlegestellen immer öfter wegen derartiger Delikte eingreifen“, berichtet der Leiter der Polizeidirektion Friedrichshafen, Karl-Heinz Wolfsturm. „Wir haben kaum Probleme in und um Busse und Bahnen – und das soll auch so bleiben“, begründet Manfred Foss, Geschäftsführer von Stadtverkehr Friedrichshafen und Bodensee-Oberschwaben-Bahn, die Kooperation. Öffentlicher Nahverkehr muss sicher bleiben, so Foss: „Das hilft uns, Menschen zum Umsteigen zu bringen.“

Denn mit jedem gewalttätigen Vorfall in Zügen oder Bussen, der in der Öffentlichkeit bekannt wird, sinkt das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger. Orte, an denen sich die Bürger nicht sicher fühlen, werden zu Angsträumen und gemieden. Das wiederum setzt die soziale Kontrolle herab und begünstigt kriminelles Verhalten. „Wenn alle hinschauen und mithelfen, erhöhen wir die Sicherheit deutlich“, erklärt Wolfsturm. Dennoch gelte die Maxime, dass mutige, couragierte Menschen, die Opfern helfen, sich nicht selbst in Gefahr bringen sollen.

Sechs Tipps der Polizei für mehr Sicherheit im öffentlichen Raum:

 - Ich helfe, ohne mich selbst in Gefahr zu bringen

- Ich fordere andere aktiv und direkt zur Mithilfe auf

- Ich beobachte genau, präge mir Täter-Merkmale ein

- Ich organisiere Hilfe unter Notruf 110

- Ich kümmere mich um Opfer

- Ich stelle mich als Zeuge zur Verfügung.

 Das polizeiliche Medienangebot  der „Aktion-tu-was!“ umfasst Faltblätter, Info-Karten und Plakate. Die Faltblätter und Info-Karten sind bei den Polizeidienststellen erhältlich. Weitere Informationen über Inhalte und Ziele der Aktion sind im Internet unter www.aktion-tu-was.de verfügbar.