Die Sicherheit und Ordnung bei Fasnetsveranstaltungen zu gewährleisten und hierbei insbesondere alkoholbedingte Auswüchse mit meist damit zusammenhängenden Auseinandersetzungen oder Sachbeschädigungen zu verhindern, ist das vorrangige Ziel von über 40 Narrenzünften und Vereinen bei der gemeinsamen Aktion „Sichere Fasnet 2010“ im östlichen Bodenseekreis.
„Die Narrenzünfte und anderen Verantwortlichen von Fasnetsveranstaltungen haben in den vergangenen Jahren durch ihre gezeigten Bemühungen zur Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen und eines störungsfreien Verlaufs gute Arbeit geleistet“, so der Leiter der Polizeidirektion Friedrichshafen, Karl-Heinz Wolfsturm.
Ähnlich wie beim Projekt „Stressfreies Nightlife“, das Anfang Januar 2009 von der Stadt Friedrichshafen, der Polizei und Friedrichshafener Gastronomie- und Discobetreibern ins Leben gerufen wurde, haben sich die teilnehmenden Narrenvereine/Veranstalter bei der Aktion „Sichere Fasnet 2010“ verpflichtet, gewaltgeneigte Personen bei entsprechenden Vorfällen von ihren Veranstaltungen zu verweisen (örtliches Hausverbot) und Hausverbote von anderen Veranstaltern (überörtliches Hausverbot) anzunehmen. Dazu gehört auch die Festsetzung von Hausverboten gegen Personen, die im Bereich der Veranstaltungen sicherheitsgefährdend, sei es gewalttätig oder sonst erheblich störend, aufgefallen sind.
Das überörtliche Hausverbot wird für die Dauer der Fasnet 2010 (bis einschließlich 17.02.2010) in der Hauptsache ausgesprochen bei Körperverletzungsdelikten, Sachbeschädigungen, Sexualdelikten, Raub- und Diebstahlsdelikten, Nötigung, Verstößen gegen das Betäubungsmittel-, Waffen oder Sprengstoffgesetz und fremdenfeindlichen oder rechtsextremistischen Handlungen und wird schriftlich von einem von allen Veranstaltern bevollmächtigten Mitglied der Interessengemeinschaft zugestellt.
Bei Verstößen gegen das Hausverbot verpflichten sich die Veranstalter, grundsätzlich Strafantrag wegen Hausfriedensbruch zu stellen.
Die Durchsetzung des neuen überörtlichen Hausverbots im Rahmen des Projekts ist nur in Zusammenarbeit mit den zuständigen Polizeidienststellen möglich.
Durch eine entsprechende Plakatierung in/an ihren Veranstaltungsräumlichkeiten können die Kooperationspartner auf die „Aktion Sichere Fasnet 2010“ hinweisen.
„Wir sind überzeugt, dass durch dieses gemeinsame Projekt potentielle Störenfriede abgeschreckt werden“, unterstreicht Polizeichef Wolfsturm die gemeinsamen Bemühungen um eine gewalt- und störungsfreie Fasnet 2010.