Jugendschutz
Seit den 70er Jahren war bei Erwachsenen und bei Jugendlichen insgesamt ein Rückgang des Alkoholkonsums zu verzeichnen. Dieser generelle Trend hält bei Erwachsenen noch an. Bei einem Teil der Jugendlichen ist seit Anfang der 90er Jahre eine Anlehnung an erwachsenentypische Trinkmuster zu beobachten, d.h. Spirituosen werden häufiger und mehr konsumiert. Seit Ende der 90er Jahre steigt der Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen und erstmals auch bei Kindern unter 14 Jahren deutlich an.
Eine neue Qualität des übermäßigen Alkoholkonsums bei Jugendlichen stellt das so genannte „Koma-Saufen“ oder „Kampf-Trinken“ besonders junger Menschen im Alter von 10 bis 14 Jahren dar. Auffällig ist dabei die wachsende Zahl bei Mädchen.
Von 2000 bis 2002 erhöhte sich die Zahl der stationär behandelten Kinder und Jugendlichen mit Alkoholvergiftung um 26 Prozent. Im Jahr 2000 sind in Deutschland 10.661 Fälle mit Alkoholvergiftung bei Jugendlichen unter neunzehn Jahren registriert worden.
Alkohol ist häufig Einstiegsdroge neben Nikotin und Cannabis für den weiteren Drogenkonsum und hat bei aggressiven Handlungen Jugendlicher fast immer eine auslösende Funktion.
Durch eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Veranstaltern soll eine Sensibilisierung im Zusammenhang mit den jugendschutzrechtlichen Bestimmungen erreicht werden. Ein gemeinsames Eintreten für den Jugendschutz soll die besondere Kooperation zwischen der Polizei und den Veranstaltern unterstreichen.
Zu diesem Zweck stellt die Polizeidirektion Friedrichshafen verschiedene Informations- und Veranstaltungsmaterialien zur Verfügung.